Meine persönliche Jodlerreise

Bereits als Kind habe ich oft und sehr gerne gesungen, aber hatte keinen Kontakt zur Jodlerwelt. Ich sang mit, was und wie es mir gefallen hat, egal ob ich den fremdsprachigen Text verstanden habe. Da waren z.Bsp. sämtliche Peter Reber-Lieder einfacher zu singen.

In der Oberstufe lernte ich durch unseren engagierten Singlehrer mitreissende und mehrstimmige afrikanische Lieder kennen, wo mich der Klang sogleich sehr fasziniert hat.

Während der Diplommittelschule Besuchte ich klassischen Gesangsunterricht bei Paolo Vignoli am Konservatorium Winterthur und sang im Kanti-Chor. Auch nach der Schulzeit sang ich in weiteren Chorformationen.

Das Singen war schon damals Seelenbalsam für mich, half mir durch schwierige Zeiten, füllte mich mit positiver Energie und brachte mich immer wieder buchstäblich «in Einklang».

 

Meine Jodlerreise begann dann 2015 ohne Jodlerkenntnisse, aus purem «Gwunder» an der Vielstimmigkeit an einem Jodler-Workshop der Migros Klubschule bei Monika Krapf.

Nach zwei Monaten trat ich dem Jodelklub Oberwinterthur bei, wo ich bis 2020 als 1. Jodlerin und Vorstandsmitglied aktiv war.

Vor- und während der Coronazeit entdeckte ich das Singen in div. Kleinformationen von Duett bis Quartett und lernte nicht nur in meiner eigenen Stimme – sondern auch persönlich deutlich selbstsicherer zu werden.

So entstand das Gnussgrüppli - in einer Zeit geprägt von Isolation, Krankheit, Verboten, Angst und Misstrauen war es einmal mehr das gemeinsame Singen, was uns so wahnsinnig viel Gutes schenkte ohne Nebenwirkungen (höchstens Schlafmangel und Suchtpotential) und daraus entstanden viel «gspunne schöni» Erinnerungen. Ich durfte die Welt der «Zäuerli» entdecken, wo ich sehr gerne nach Ghör «nahfahre» und so ein Klangzauber aus all den Stimmen entstehen darf.

Ebenfalls in dieser Zeit genoss ich die neuen Jodler-Freundschaften und Möglichkeiten bei Wandern und Jodeln sehr.

Im August 2020 durfte ich als Co-Leiterin beim Chinderjodelchörli Wylandsterne einsteigen. Nach und nach konnte ich meine Erfahrung an die Kinder weitergeben, Lieder gestalten und diese an unvergesslichen Auftritten dem Publikum mit viel Freude übermitteln.

Ich lernte das Jodelchörli am Pfäffikersee kennen, durfte an ihrem Jodlersunntig 2022 mit den Kindern aus dem Publikum ein Lied üben und am Schluss gleich auf der Bühne vortragen. 2023 erarbeitete ich mit den Projektsänger/innen nach der Gesamtprobe mit dem Chor zwei eigene Lieder. Die grosse Freude an unserem Auftritt bei den Sänger/innen selber, dem Chor und Publikum sind unvergesslich. Das war der Einstieg in die Arbeit mit Erwachsenen, was mir bis heute wahnsinnig viel Freude bereitet und ich bei jeder Probe neues dazu lerne. Ganz nach dem Motto "learning by doing"

 

Mein «Gwunder» wurde zur Leidenschaft. Das ich heute Kinder und Erwachsene auf ihrer ganz persönlichen Jodlerreise begleiten, meine Erfahrung weitergeben und die Freude mit ihnen teilen darf, erfüllt mich mit grosser Dankbarkeit.

Und ich bin gespannt, wie meine Jodlerreise weiter geht und freue mich auf spannende Begegnungen... vielleicht mit Dir?

                         

Herzliche Grüsse

Béa Wildi

 


2015 – 2020           1. Jodlerin und Vorstandsmitglied vom Jodelklub Oberwinterthur

2020 – heute          Co-Leiterin vom Chinderjodelchörli Wylandsterne Dinhard

2020 – 2023           Gnussgrüppli Quartett

2022                            Basiskurs für Chinderjodelchor Vizedirigenten EJV

2023                            Mitwirken beim Projektchor vom Jodelchörli am Pfäffikersee

2023 – 2025            Dirigentenkurs EJV

2024 – heute           Dirigentin vom Jodelchörli am Pfäffikersee

2025                             Gründung der Zürioberländer Jodlerwärchstatt

2026                            Januar: Weiterbildung, Männerstimmen von Stefan Wieland

                                        März:    Weiterbildung, Naturtönigkeit von Hans-Jakob Scherrer

Weitere Bilder folgen..